![]() Einmal eine lose Sammlung von Gedanken zum gestrigen Event: Nachdem ich in der ersten Quali-Runde undankbar als zweiter mit JJ gg. A2 ausgeschieden bin, entschließe ich mich mit Ronny, noch einen Qualifikationsversuch zu starten, glücklicherweise finden wir unseren Team-Cup-Partner Cedrik in der S&G-Schlange, zu dem wir uns einfach dazuschummeln, und zwar kein Teamplay veranstalten, uns aber als Gentlemen auch nicht gegenseitig aus dem Turnier herauswerfen. Man merkt den Gegnern an, dass sie strategisch noch nicht viel drauf haben, unnötige Rumdonkerei vom Big-Stack, der völlig unnötig seine Chips verbrennt und vorzeitig ausscheidet, Ronny und ich bekommen eine Wild Card für einen zweiten Start, Cedrik leider nicht – hast aber ein Bier gut Im folgenden dritten Heat ist das Niveau deutlich unter dem des ersten Heats - genereller Eindruck: Die Qualifikation vor Ort ist um einiges unkomplizierter und einfacher als Online – einfach in die Warteschlange stellen, ein S&G spielen und von 10 Leuten unter die ersten drei kommen. Bei der Anmeldung die meisten Online-Qualifikanten in das erste (gefühlte 90 Prozent der Piranhas) oder zweite Heat kommen, das dritte scheint hauptsächlich aus Vor-Ort-Qualifikanten zu bestehen. Der gespielte Quali-Modus (Single-Table, 5.000 Chips, 12 Min-Blinds, 1 Tischsieger, Anfangsblinds 50/100 mit wenigen Zwischenstufen) ist für den Zeitrahmen angemessen und auch spielbar. Bei mir am Tisch waren alle Klischees vertreten – Peter Das Heads-Up spiele ich dann gegen einen jüngeren, live offenbar recht unerfahrenen Spieler, der mit 28.000 zu 22.000 Chips nur leicht vor mir liegt, die Blinds liegen bei 1.000/2.000. Ich spiele streng nach Moshmans Heads-Up-Strategie, mit einer schönen Falle in der letzten Hand: Ich bin Small Blind mit 55 auf der Hand, mache einen Standard-Raise auf 6.000, er zahlt. Board 234 Rainbow, ich täusche Unsicherheit vor, spiele 2.000 an, Gegner raised auf 6.000, ich spiele mögliche gegnerische Hände durch, calle. Turn 6 – meine Straße fertig. Ich checke, um dem Gegner noch die Chance zum Verbessern zu geben. Zu meiner Freude kommt ein All In von ihm, Call von mir. Ein Bluff-Versuch mit 9J – Quali in der Tasche. Im Finale ist der gewählte Modus aber eine Schummelpackung (Multi mit 130 Leuten, 12 Min Blinds, 10.000 Chips): Die erste Blindstufe wird mit 50/50 gespielt, aber auch bei positiver Chip-Entwicklung war ich in der heißen Phase mit verbleibenden 70 Spielern und Blinds von 2000/4000 mit 8 BB (26.000 Chips) im Push or Fold Modus – mein erster Tisch war wild, aber spielbar, wurde aber kurz vor der Pause aufgelöst, und ich kam an einen Tisch, an dem zwei Spieler mit größerem Stack saßen, einer von ihnen extrem passiv, wie ich in zwei Runden Kartentod-Autofold feststellen konnte. Es gelang mir einmal, verlorene Blinds mit einem 22.000er All-In aus später Position mit KTs zu klauen, 28.000 Chips. Es folgt die Hand, die mein Turnier beendet: Passiver Bigstack (ca. 35.000) im Big Blind, die beiden anderen Bigstacks folden. Ich finde auf Position 5 Pocket-Dreier, muss mich entscheiden, zu pushen oder zu folden (verbleibende Blindstufenzeit 4 Min). Da eines meiner Probleme ist, dass ich in der Pre-Bubble (gibt es sowas als Begriff?) Chips aggregiere, entschließe ich mich zum Pushen, bis auf den BB kann mich auch kein Spieler ernsthaft bedrohen. Rechnung scheint auch aufzugehen, bis zum BB folden alle, der überlegt lange, entschließt sich zum Call – und zeigt KK – hätte die aber nach eigener Aussage fast auch weggeschmissen... keine Million, dafür einen Pokerkoffer mehr. Frage an die Turnier-Spezialisten – war die Push-Entscheidung richtig? Oder hätte ich noch weiter warten müssen? Insgesamt hier: Für das Finale hätte ich mir etwas mehr Spielmöglichkeiten gewünscht, so war es zwangsläufig ein Rumgedonke. Da würd ich mich freuen, wenn die Fulltilter für das kommende Jahr nochmal feintunen – insgesamt überwiegt aber ein positiver Eindruck, freue mich auf meine Million im kommenden Jahr und danke nochmal Peter und Christian, die tapfer bis zu meinem Ausscheiden durchgehalten haben, Cedrik für's Schlange freihalten, Carola fürs Abholen, Getränkebringen und Schwangersein, bei Florian entschuldige ich mich nochmal für das Aufeinandertreffen von meinen Damen gegen seine Achten Gedanken zu diesem Bild: 1. Da möchte man nicht unbedingt um wirkliches Geld mit am Tisch sitzen. 2. Halb so wild, den man ist gerade ja nicht in der Hand mit den dreien, sondern beobachtet einen weiteren Spieler gegen die drei. 3. Gus ist vermutlich Small-Stack, Phil Bigstack. 4. Chris ist All In, Gus hat noch Karten und überlegt, sein Turnier zu riskieren. Carola und ihr Opfer im Heads Up. Chris Fergisson (OK, ein Double) muss sich in der Freeroll-Reihe anstellen, weil er sich noch nicht qualifiziert hat Vordergrund: Dietz rennt ins Bild. Hintergrund: Turnier-Bereich. (4 Wertungen)
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Schöner Blog. Das Chris
Schöner Blog.
Das Chris Ferguson Double hab ich schon mal bei dem Freeroll in Dortmund gesehen.
Der erste kommt doch nur weiter oder? Weil du die ganze Zeit von Bubble redest. Ich denke ich hätte auch gepusht. Gerade wenn er davon redet die Könige fast wegzuwerfen... Gegen solche Leute sollte man auf jeden Fall Druck machen. Manchmal auf der Bubble hilft auch noch Minraise wenn man wirklich noch gegen pushende Gegner folden möchte. Nachteil ist natürlich das die Gegner überhaupt noch pushen können...
stimmt, weiter kommt nur der
stimmt, weiter kommt nur der erste - aber für die ersten 10 am final table gibt es auch bessere sachpreise... wie gesagt, in meinen augen wären schon mini-paare und hohe connectors gut genug gewesen - ist eh nur noch glücksspiel gewesen.
Schöne lose Sammlung
Gut geschrieben, gefällt mir
denke ich hätte auch gepusht. Wie Philip schreibt, hätte mir auch ein Ass mit mittlerem Kicker in gleicher Farbe zum Push gereicht.
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