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Poker-Glossar

Am Pokertisch wird viel Englisch gesprochen, und wer neu dazukommt, versteht anfangs nur die Hälfte. Damit das kein Hindernis ist, haben wir die wichtigsten Begriffe zusammengetragen – von All-in bis Zoom Poker, jeweils kurz erklärt und mit einem Beispiel aus der Praxis.

Nutz die Suche, wenn du einen bestimmten Ausdruck nachschlagen willst, oder klick dich durchs Alphabet. Fehlt dir ein Begriff? Sag uns Bescheid, dann nehmen wir ihn auf.


93 Begriffe

A

All-in

Ein Spieler setzt alle seine Chips in einer Hand.

All-in bringt maximale Spannung. Im Turnier bedeutet ein verlorenes All-in das Ausscheiden, im Cash Game kann man Chips nachkaufen. Es kann als Bluff oder mit starker Hand gespielt werden.

BeispielMit Ass-König pusht ein Spieler seine letzten 20 Big Blinds.

AuchAlles setzen, Push

Ante

Pflichtbeitrag, den jeder Spieler vor Beginn einer Hand zahlt.

Antes vergrößern den Pot schon vor dem Austeilen der Karten und steigern die Action. Besonders in Turnieren kommen Antes regelmäßig zum Einsatz.

BeispielJeder Spieler zahlt 500 Chips Ante zusätzlich zu den Blinds.

AuchVorab-Einsatz, Pflichtbeitrag

B

Bankroll

Das gesamte Geld, das ein Spieler für Poker vorgesehen hat.

Eine gesunde Bankroll schützt vor Bankrott und erlaubt langfristiges Spielen. Bankroll-Management bestimmt, welche Limits gespielt werden können.

BeispielMit 2.000 € Bankroll spielt jemand 1/2 € Cash Games mit 100 € Buy-in.

AuchPokerkapital, Spielbudget

Bet

Ein freiwilliger Einsatz, wenn bisher niemand gesetzt hat.

Bets bestimmen die Potgröße und setzen Gegner unter Druck. Sie können für Value oder als Bluff genutzt werden.

BeispielEin Spieler setzt 30 Chips in einen 50er Pot mit Top Pair.

AuchEinsatz, Wette

Big Blind

Pflicht-Einsatz des Spielers links vom Small Blind, meist doppelt so hoch.

Der Big Blind startet mit dem Small Blind den Pot. Er rotiert nach jeder Hand. Vorteil: bereits investiert; Nachteil: oft außer Position.

BeispielIn einem 1/2 € Spiel zahlt der Big Blind 2 €.

AuchBB, großer Blind

Blinds

Pflicht-Einsätze vor jeder Hand, bestehend aus Small Blind und Big Blind.

Blinds sorgen für Action und rotieren nach jeder Hand. In Turnieren steigen sie regelmäßig an, um Tempo zu erzwingen.

BeispielSmall Blind 1 €, Big Blind 2 €.

AuchPflichtblinds, Zwangseinsatz

Bluff

Einsatz oder Erhöhung mit schwacher Hand, um Stärke vorzutäuschen.

Ziel ist es, Gegner mit besseren Karten zum Fold zu bewegen. Semi-Bluffs kombinieren Täuschung mit Verbesserungschancen.

BeispielEin Spieler blufft mit 7-2 und zwingt den Gegner zum Fold.

AuchTäuschung, Semi-Bluff

Bubble

Turnierphase direkt vor den Preisrängen.

An der Bubble steigt der Druck. Big Stacks nutzen dies aggressiv, Shortstacks werden oft defensiv. Sie ist psychologisch entscheidend.

Beispiel11 Spieler übrig, 10 Plätze bezahlt – der nächste Ausscheidende geht leer aus.

AuchGeldgrenze, Turniergrenze

Button

Markiert die Dealer-Position und rotiert nach jeder Hand.

Am Button hat man die beste Position, da man nach dem Flop zuletzt agiert. Der Button bestimmt auch die Blinds.

BeispielSpieler am Button setzt nach Checks und gewinnt den Pot.

AuchDealer-Button, Dealerposition

C

Call

Mitgehen eines Einsatzes ohne Erhöhung.

Call hält dich in der Hand, ohne Aggression zu zeigen. Er wird genutzt, wenn man eine Hand fortsetzen möchte, ohne den Pot zu vergrößern.

BeispielGegner setzt 50, ein Spieler callt ebenfalls 50.

AuchMitgehen, callen

Check

Kein Einsatz, wenn vor dir niemand gesetzt hat.

Mit Check kann man abwarten, Informationen sammeln oder einen Bluff vorbereiten. Nur möglich, wenn kein Einsatz im Pot liegt.

BeispielAlle Spieler checken den Flop durch.

AuchAbwarten, passen

Community Cards

Gemeinschaftskarten in der Tischmitte, die alle Spieler nutzen.

Typisch für Texas Hold’em und Omaha. Jeder Spieler kombiniert sie mit seinen Hole Cards zur besten Hand.

BeispielFlop bringt ♠9, ♥K, ♦7 – alle Spieler können diese Karten verwenden.

AuchGemeinschaftskarten, Board

Cutoff

Position direkt rechts vom Button.

Der Cutoff ist eine sehr starke Position. Spieler nutzen sie für Blind Steals, da sie fast zuletzt agieren.

BeispielEin Spieler im Cutoff raist, um die Blinds zu stehlen.

AuchCO, Vor-Button

D

Dealer

Der Kartengeber am Tisch.

Im Casino übernimmt dies ein Angestellter, im Home Game ein Spieler. Der Dealer-Button markiert die Position für Blinds.

BeispielIm privaten Spiel mischt der Dealer, im Casino gibt der Croupier die Karten.

AuchKartengeber, Croupier

Draw

Eine unvollständige Hand, die durch weitere Karten stark werden kann.

Es gibt Straight Draws und Flush Draws. Spieler mit Draws setzen oft aggressiv, um den Pot direkt zu gewinnen oder später eine starke Hand zu treffen.

BeispielSpieler hält vier Karten in einer Reihe und hofft auf eine fünfte für den Straight.

AuchZiehen, Drawing Hand

Dominated Hand

Eine schwächere Hand, die von einer ähnlichen stärkeren dominiert wird.

Hände wie A9 sind dominiert von AK, weil sie die gleichen Karten teilen, aber eine niedrigere Kickerkarte haben.

BeispielSpieler mit A9 verliert häufig gegen Gegner mit AK.

AuchSchlechtere Variante, dominierte Hand

Downswing

Eine längere Verlustphase trotz korrektem Spiel.

Downswing ist Teil der Varianz im Poker. Auch gute Spieler verlieren über viele Hände oder Sessions hinweg.

BeispielEin Spieler verliert 20 Buy-ins in einem Monat trotz korrekter Strategie.

AuchVerlustserie, Pechsträhne

Double Up

Verdopplung des eigenen Stacks in einer Hand.

Meist im Turnier, wenn ein Shortstack All-in geht und gewinnt. Das verdoppelt seine Chips und verbessert die Überlebenschance.

BeispielSpieler geht mit 10 BB All-in und verdoppelt nach Gewinn des Showdowns auf 20 BB.

AuchVerdoppeln, Stack verdoppeln

E

Equity

Der Anteil am Pot, den eine Hand statistisch gewinnen wird.

Equity wird in Prozent angegeben. Sie hilft, Entscheidungen zu treffen, ob ein Call oder Fold langfristig profitabel ist.

BeispielMit einem Flush Draw gegen Top Pair hat man rund 35 % Equity.

AuchGewinnwahrscheinlichkeit, Erwartungswert

Early Position

Sitzplätze direkt links vom Big Blind.

Spieler in Early Position müssen früh handeln, was sie benachteiligt. Sie spielen typischerweise tightere Hände.

BeispielSpieler eröffnet aus UTG nur mit starken Händen wie AK oder QQ+.

AuchUTG, vordere Position

Expected Value (EV)

Durchschnittlicher Gewinn oder Verlust einer Aktion auf lange Sicht.

Positive EV-Entscheidungen sind langfristig profitabel, negative EV-Entscheidungen kosten Geld.

BeispielEin Call mit Pot Odds von 3:1 bei einer Gewinnchance von 50 % hat positiven EV.

AuchErwartungswert, EV

Edge

Vorteil eines Spielers gegenüber seinen Gegnern.

Eine Edge kann durch bessere Strategie, Erfahrung oder psychologisches Spiel entstehen. Spieler mit Edge gewinnen langfristig mehr.

BeispielEin erfahrener Spieler hat Edge über Anfänger in Turnieren.

AuchVorteil, Überlegenheit

F

Fish

Abwertender Begriff für einen schwachen Spieler.

Fische machen viele Fehler, spielen zu viele Hände und verlieren langfristig Geld. Profis nutzen sie als Einnahmequelle.

BeispielEin Spieler callt jeden Einsatz ohne nachzudenken und gilt als Fish.

AuchAnfänger, schwacher Spieler

Flat Call

Call einer Erhöhung ohne eigene Erhöhung.

Flat Calls werden genutzt, um den Pot klein zu halten oder Hände zu verschleiern. Sie können auch Teil einer Falle sein.

BeispielSpieler callt mit AA nur ein Raise, um Gegner im Pot zu halten.

AuchCold Call, Mitgehen

Float

Call auf einer frühen Street, mit der Absicht, später aggressiv zu spielen.

Spieler floaten den Flop, um am Turn oder River zu bluffen, wenn der Gegner Schwäche zeigt.

BeispielSpieler callt mit nichts am Flop und blufft am Turn erfolgreich.

AuchFloat Play, Verzögerter Bluff

Fold

Aufgabe der Hand und Rückgabe der Karten.

Fold schützt vor weiteren Verlusten. Ein gefoldeter Spieler hat keine Chance mehr, den Pot zu gewinnen.

BeispielSpieler foldet schwaches Paar gegen ein großes Raise.

AuchAussteigen, Passen

Four of a Kind (Vierling)

Vier Karten gleichen Rangs.

Sehr starke Hand, geschlagen nur von Straight Flush und Royal Flush.

BeispielVier Asse gegen Könige.

AuchVierling, Quads

Full House

Kombination aus Drilling und Paar.

Eine der stärksten Hände im Poker. Bei Gleichstand entscheidet der Drilling über den Gewinner.

BeispielDrei Damen und zwei Fünfen.

AuchBoat, Volles Haus

Freeroll

Turnier ohne Buy-in, oft mit echtem Preisgeld.

Freerolls sind beliebt für Anfänger, da kein Risiko besteht. Sie bieten die Chance, ohne Einsatz Geld zu gewinnen.

BeispielEin Online-Anbieter veranstaltet ein Freeroll mit 1.000 € Preispool.

AuchGratis-Turnier, kostenloses Event

G

Gutshot

Ein Straight Draw, bei dem nur eine bestimmte Karte die Straße vervollständigt.

Auch „Inside Straight Draw“ genannt. Hat nur vier Outs und ist damit schwerer zu treffen als ein Open-End Straight Draw.

BeispielHand 5-6, Board 7-9-K. Nur die 8 macht die Straße komplett.

AuchInside Draw, Bauchschuss

Grinder

Spieler, der viele Stunden oder Tische spielt, um konstant kleine Gewinne zu erzielen.

Grinder setzen auf Fleiß und Disziplin statt auf spektakuläre Einzelgewinne. Besonders Online wird der Begriff oft genutzt.

BeispielEin Spieler spielt täglich 8 Stunden Low-Stakes-Tische, um konstant Profit zu machen.

AuchDauerspieler, Vielspieler

Game Theory Optimal (GTO)

Eine Spielstrategie, die mathematisch nicht ausnutzbar ist.

GTO basiert auf Balancing von Value Bets und Bluffs. Sie ist besonders gegen starke Gegner hilfreich, während gegen schwache Gegner oft exploitatives Spiel profitabler ist.

BeispielSpieler setzt so, dass seine Bluffs und Value Bets gleich schwer zu unterscheiden sind.

AuchGTO, balancierte Strategie

H

Hand Range

Die geschätzte Bandbreite von Händen, die ein Gegner in einer Situation haben kann.

Statt auf eine einzelne Hand zu setzen, denken gute Spieler in Ranges. Position, Aktion und Setzverhalten bestimmen die Range-Einschätzung.

BeispielGegner raist UTG, Range wird auf Premiumhände wie JJ+, AK eingeschätzt.

AuchRange, Handbereich

Heads-Up

Ein Duell zwischen zwei Spielern.

Heads-Up kommt am Ende von Turnieren oder in speziellen Formaten vor. Hände werden aggressiver gespielt, da Blinds öfter kommen.

BeispielZwei Spieler spielen das Finale eines Sit & Go Turniers Heads-Up aus.

Auch1-gegen-1, Duell

High Card

Eine Pokerhand, bei der keine Kombination vorliegt – die höchste Karte entscheidet.

High Card ist die schwächste Hand im Poker. Wenn beide Spieler nichts haben, gewinnt die höchste einzelne Karte.

BeispielSpieler A hält Ass hoch, Spieler B König hoch. Spieler A gewinnt.

AuchNichts, Ass hoch

Hijack

Sitzplatz zwei Positionen rechts vom Button.

Eine späte Position, die oft genutzt wird, um die Blinds zu attackieren. Aggressives Spiel aus dem Hijack ist üblich.

BeispielSpieler raist aus dem Hijack, um die Blinds zu stehlen.

AuchHJ, Steal-Position

I

Implied Odds

Pot Odds unter Berücksichtigung zukünftiger möglicher Einsätze.

Implied Odds helfen, zu entscheiden, ob ein Call mit einer Draw-Hand profitabel ist, weil man später noch Chips vom Gegner gewinnen kann.

BeispielSpieler callt einen kleinen Einsatz mit Flush Draw, in Erwartung, bei Treffer einen großen Pot zu gewinnen.

AuchErwartete Odds, zukünftige Pot Odds

Isolation Raise

Eine Erhöhung, um einen bestimmten Spieler zu isolieren.

Besonders gegen schwache Spieler wird isoliert, um sie allein in eine Hand zu bekommen. So kann man mit Vorteil spielen.

BeispielSpieler raist hoch, um nur den „Fish“ im Pot zu behalten.

AuchIso-Raise, Isolationsspiel

Inside Straight Draw

Ein Straight Draw, bei dem nur eine bestimmte Karte die Straße vervollständigt (siehe Gutshot).

Gleicher Begriff wie Gutshot. Weniger Outs als Open-End Straight Draw.

BeispielHand 5-6, Board 7-9-K. Nur die 8 hilft.

AuchGutshot, Bauchschuss

J

Jackpot

Sondergewinn, oft in speziellen Pokerformaten oder Casinos.

Jackpots werden zum Beispiel für seltene Hände wie Royal Flush ausgeschüttet. Online gibt es Progressive Jackpots.

BeispielSpieler gewinnt einen Royal Flush Jackpot von 10.000 €.

AuchSondergewinn, Extra-Pot

Jacks or Better

Videopoker-Variante, bei der ein Paar Buben die Mindesthand für einen Gewinn ist.

Beliebte Casino-Variante. Je höher die Hand, desto größer der Gewinn. Grundlage vieler Videopokerautomaten.

BeispielSpieler erhält zwei Buben und gewinnt den Mindesteinsatz zurück.

AuchVideo Poker Variante

Junk Hand

Sehr schwache Startkarten, die selten gespielt werden sollten.

Hände wie 7-2 offsuit gelten als Junk Hands. Sie haben kaum Gewinnchancen und sollten in den meisten Situationen gefoldet werden.

BeispielSpieler foldet 8-3 offsuit im frühen Spiel.

AuchTrash Hand, Müllhand

K

Kicker

Beikarte, die bei Gleichstand den Gewinner bestimmt.

Wenn zwei Spieler die gleiche Hauptkombination halten, entscheidet der Kicker. Der Kicker kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

BeispielSpieler A hält A-K, Spieler B A-Q, Board A-9-7-4-2. Spieler A gewinnt mit Kicker König.

AuchBeikarte

King High

Eine High-Card-Hand, bei der der König die höchste Karte ist.

King High gewinnt nur, wenn der Gegner eine niedrigere High Card hat. Schwache Hand ohne Kombination.

BeispielSpieler hält K-8 offsuit, Board bringt nichts, Hand = King High.

AuchKönig hoch

Knockout-Turnier

Turnierformat, bei dem Spieler Prämien für das Ausschalten von Gegnern erhalten.

Beliebt im Online-Poker. Jeder Spieler hat ein Kopfgeld, das beim Ausscheiden an den Sieger geht. Es gibt auch Progressive Knockouts.

BeispielSpieler eliminiert Gegner und erhält 50 € Bounty.

AuchKO-Turnier, Bounty-Turnier

L

Late Position

Sitzplätze nahe am Button.

Late Position gilt als vorteilhaft, da man die meisten Informationen vor der eigenen Aktion hat. Spieler können looser und aggressiver agieren.

BeispielSpieler raist vom Button mit mittelstarken Karten.

AuchSpäte Position

Limp

Einstieg in die Hand durch Mitgehen des Big Blinds (Call), ohne zu raisen.

Limpen gilt meist als schwach, da man keine Initiative zeigt. Gegen schwache Gegner kann es taktisch sinnvoll sein.

BeispielSpieler limp-callt mit kleinem Paar.

AuchMitgehen, Call des Blinds

Limit

Variante, bei der Einsätze und Raises auf feste Beträge begrenzt sind.

Limit Poker unterscheidet sich von No Limit, da der maximale Einsatz fix ist. Erfordert andere Strategien und weniger Bluffmöglichkeiten.

BeispielIn einem Limit Hold’em 2/4 € darf man nur 2 € oder 4 € setzen.

AuchFixed Limit, Begrenztes Spiel

Loose Player

Spieler, der sehr viele Hände spielt.

Loose Spieler sind oft schwer zu lesen und schwer zu kontrollieren. Sie gehen viele Risiken ein und machen Pots groß.

BeispielSpieler callt und raist fast jede Hand, unabhängig von Stärke.

AuchAggressiver Spieler, Vielspieler

M

Middle Position

Sitzplätze zwischen Early und Late Position.

In Middle Position hat man mehr Informationen als in Early Position, aber weniger als in Late Position. Spielweise meist ausgewogen.

BeispielSpieler eröffnet in Middle Position mit A-Q suited.

AuchMP, mittlere Position

MTT (Multi Table Tournament)

Turnierformat mit vielen Tischen, die zusammengeführt werden, bis ein Sieger feststeht.

MTTs sind die beliebteste Turnierform. Spielerzahl kann von Dutzenden bis Tausenden reichen. Struktur mit steigenden Blinds.

BeispielEin 1.000-Spieler-Turnier wird nach und nach zu einem Final Table zusammengeführt.

AuchMehrtischturnier

N

Nuts

Die bestmögliche Hand in einer bestimmten Situation.

Nuts sind unschlagbar. Auf dem Flop können sich die Nuts später ändern, wenn neue Karten kommen.

BeispielBoard A-K-Q-J-10, Spieler mit ♠9♠8 hält die Nuts (Straight Flush).

AuchBeste Hand, Maximalhand

No Limit

Variante, in der ein Spieler jederzeit seinen gesamten Stack setzen darf.

No Limit Hold’em ist die populärste Pokerform. Sie erlaubt große Bluffs und hohes Risiko.

BeispielSpieler pusht mit 100 BB All-in in einer No-Limit-Partie.

AuchNL, unbegrenztes Spiel

Nit

Sehr tighter Spieler, der nur Premiumhände spielt.

Nits vermeiden Risiko, spielen extrem selektiv und folden viel. Sie sind leicht auszunutzen, wenn man ihre Spielweise erkennt.

BeispielEin Nit foldet selbst mittelstarke Hände wie AJ aus Early Position.

AuchRock, Tight-Spieler

O

Outs

Karten im Deck, die die eigene Hand verbessern und wahrscheinlich zum Sieg führen.

Outs werden gezählt, um Gewinnchancen zu berechnen. Mit Outs lassen sich Odds und Equity berechnen.

BeispielMit vier Karten zu einem Flush hat man 9 Outs.

AuchGewinnkarten, Trefferkarten

Omaha

Poker-Variante, bei der jeder Spieler vier Hole Cards erhält.

Spieler müssen genau zwei Hole Cards und drei Community Cards kombinieren. Omaha gilt als Action-Spiel mit vielen starken Händen.

BeispielSpieler hält vier suited Karten, Flop bringt großen Draw.

AuchOmaha Hold’em

Overbet

Einsatz, der größer ist als der aktuelle Pot.

Overbets signalisieren oft extreme Stärke oder Bluff. Sie polarisieren die Range des Spielers.

BeispielSpieler setzt 200 € in einen 100 € Pot.

AuchÜber-Einsatz

Overpair

Ein Pocket Pair, das höher ist als alle Karten auf dem Board.

Overpairs sind starke Hände, aber anfällig gegen Draws und Sets.

BeispielSpieler hält KK, Board zeigt 8-5-2.

AuchGroßes Paar

P

Position

Sitzplatz eines Spielers in Relation zum Dealer-Button.

Position ist ein entscheidender Faktor im Poker. Spätere Position bedeutet mehr Information und ermöglicht aggressiveres Spiel.

BeispielSpieler am Button raist looser wegen Positionsvorteil.

AuchSitzplatz, Positional Advantage

Pocket Cards

Die verdeckten Startkarten eines Spielers.

Pocket Cards sind Grundlage jeder Hand. Ihre Stärke hängt von Kombination und Position ab.

BeispielSpieler erhält Ass-König als Pocket Cards.

AuchHole Cards, Starthand

Pot

Gesamtsumme aller Einsätze in einer Hand.

Der Pot wächst mit Bets, Calls und Raises. Gewinner der Hand erhält den Pot beim Showdown oder durch Folds der Gegner.

BeispielMehrere Spieler setzen, am Ende sind 300 € im Pot.

AuchEinsatzpool, Topf

Pot Odds

Verhältnis zwischen aktuellem Einsatz und der Größe des Pots.

Pot Odds helfen, zu entscheiden, ob ein Call profitabel ist. Vergleich mit Wahrscheinlichkeit (Outs) ist entscheidend.

BeispielPot 90 €, Einsatz 10 €, Pot Odds 9:1.

AuchOdds, Pot-Verhältnis

Preflop

Die Setzrunde vor dem Flop.

Preflop-Strategien bestimmen, welche Starthände gespielt werden. Position und Stackgrößen sind entscheidend.

BeispielSpieler raist UTG Preflop mit AK.

AuchErste Setzrunde

Q

Quads

Vierling, also vier Karten gleichen Rangs.

Quads sind nur schwächer als Straight Flush oder Royal Flush. Sehr seltene, starke Hand.

BeispielVier Könige schlagen Full House.

AuchVierling, Four of a Kind

Qualifier

Satellitenturnier, das Zugang zu einem größeren Event gewährt.

Spieler können sich günstig einkaufen und ein Ticket für ein teures Turnier gewinnen.

BeispielSpieler qualifiziert sich für ein 10.000 € Main Event über einen 100 € Qualifier.

AuchSatellite, Vorturnier

R

Rake

Gebühr, die der Anbieter pro Pot oder Turnier einbehält.

Rake ist Haupteinnahmequelle von Pokerräumen. Meist ein kleiner Prozentsatz vom Pot oder fester Turnieranteil.

BeispielPokerraum nimmt 5 % Rake aus einem 100 € Pot.

AuchGebühr, Kommission

Raise

Erhöhung eines vorherigen Einsatzes.

Mit einem Raise zeigt man Stärke, baut den Pot auf oder zwingt Gegner zu Entscheidungen. Es gibt Min-Raises, Re-Raises und All-ins.

BeispielSpieler raist von 10 € auf 30 €.

AuchErhöhung, Re-Raise

Rebuy

Nachkauf von Chips in einem Turnier nach Verlust.

Rebuy-Turniere erlauben Spielern, sich wieder einzukaufen, solange die Rebuy-Phase läuft.

BeispielSpieler verliert alle Chips in Level 2 und kauft erneut ein.

AuchNachkauf

River

Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte im Hold’em oder Omaha.

Nach dem River folgt die letzte Setzrunde und danach ggf. der Showdown. Riverkarten können entscheidend sein.

BeispielRiver bringt die ♠A und vervollständigt einen Flush.

AuchFünfte Straße, letzte Karte

Range

Die geschätzte Bandbreite möglicher Hände eines Spielers.

Ranges sind zentral für moderne Pokeranalyse. Statt einzelne Hände zu erraten, werden Wahrscheinlichkeiten für viele Hände berücksichtigt.

BeispielSpieler callt Preflop-Raise → seine Range enthält mittlere Paare, Broadways, suited Connectors.

AuchHandbereich

S

Set

Ein Drilling, der durch ein Pocket Pair und eine passende Boardkarte entsteht.

Sets sind stark und schwer zu erkennen. Sie können versteckt gespielt oder aggressiv genutzt werden.

BeispielSpieler hält 8-8, Flop bringt 8 → Set.

AuchDrilling, versteckter Drilling

Short Stack

Spieler mit vergleichsweise kleinem Chipstack.

Short Stacks haben weniger Spielraum und müssen aggressiver agieren, um Chips zu sammeln. In Turnieren sind Push-or-Fold-Strategien typisch.

BeispielSpieler hat nur 10 BB und pusht All-in.

AuchKleiner Stack, Shorty

Showdown

Offenlegen der Karten nach der letzten Setzrunde, um den Gewinner zu bestimmen.

Alle verbliebenen Spieler zeigen ihre Hände. Beste Kombination gewinnt den Pot.

BeispielZwei Spieler gehen bis zum River All-in und zeigen Karten im Showdown.

AuchKartenvergleich

Side Pot

Separater Pot, wenn ein Spieler All-in geht und andere Spieler weiter setzen.

Der All-in-Spieler kann nur den Hauptpot gewinnen. Weitere Einsätze fließen in Side Pots, die zwischen den anderen Spielern ausgespielt werden.

BeispielSpieler mit 50 Chips geht All-in, zwei weitere setzen weiter → Side Pot entsteht.

AuchZusatzpot

Sit and Go (SNG)

Turnier, das startet, sobald alle Plätze besetzt sind.

Beliebtes Online-Format, meist mit festen Teilnehmerzahlen (z. B. 6 oder 9 Spieler). Strukturiert wie ein kleines MTT.

Beispiel9-Spieler-SNG beginnt nach Registrierung aller Spieler.

AuchSNG, Mini-Turnier

Slowplay

Starke Hand passiv spielen, um Gegner in die Falle zu locken.

Slowplay soll Gegner dazu bringen, zu setzen oder zu callen, obwohl man vorne liegt. Gefährlich, wenn Gegner aufholen.

BeispielSpieler callt nur mit Assen, statt zu raisen.

AuchTrapping, passive Falle

Small Blind

Der kleinere Pflicht-Einsatz, links vom Button.

Meist halb so groß wie der Big Blind. Small Blind ist oft eine schwierige Position, da man fast immer außer Position spielt.

BeispielIn einem 1/2 € Spiel zahlt der Small Blind 1 €.

AuchSB, kleiner Blind

Split Pot

Wenn zwei oder mehr Spieler die gleiche Gewinnhand haben, wird der Pot geteilt.

Split Pots treten häufig bei Gemeinschaftskarten auf. Der Pot wird gleichmäßig aufgeteilt.

BeispielBeide Spieler halten A-K, Board bringt Full House → Split Pot.

AuchGeteilter Pot

Straight

Fünf aufeinanderfolgende Karten, unabhängig von der Farbe.

Straights schlagen Drillinge, verlieren aber gegen Flush oder höher. Ass kann hoch oder niedrig zählen.

Beispiel5-6-7-8-9 beliebiger Farben.

AuchStraße

Semi Bluff

Einsatz mit einer Hand, die aktuell schwach ist, sich aber verbessern kann.

Semi Bluffs kombinieren Druck mit der Chance, später die beste Hand zu machen.

BeispielSpieler setzt aggressiv mit Flush Draw am Flop.

AuchHalber Bluff

Steal

Versuch, die Blinds durch Raise zu gewinnen, ohne starke Hand.

Besonders in später Position üblich. Funktioniert, wenn Gegner folden.

BeispielSpieler am Button raist mit 9-5 offsuit und gewinnt Blinds.

AuchBlind Steal

Suited

Zwei oder mehr Karten der gleichen Farbe.

Suited Karten erhöhen die Chance auf einen Flush. Sie sind spielbarer als offsuit Kombinationen.

BeispielSpieler hält A♠K♠ → Suited Hand.

AuchGleiche Farbe

T

Tilt

Emotionales Spielen nach Verlusten oder Bad Beats.

Tilt führt zu Fehlern und unüberlegten Entscheidungen. Selbstkontrolle ist entscheidend, um Tilt zu vermeiden.

BeispielSpieler verliert durch Bad Beat und spielt danach extrem aggressiv und fehlerhaft.

AuchFrustspiel, Kontrollverlust

Top Pair

Ein Paar mit der höchsten Karte des Boards.

Top Pair ist oft eine starke, aber verletzliche Hand. Kicker spielt eine große Rolle.

BeispielBoard A-9-3, Spieler hält A-K → Top Pair, Top Kicker.

AuchPaar Topkarte

Tournament Life

Gesamte Chips, die ein Spieler im Turnier hat.

Geht man All-in und verliert, ist das Tournament Life beendet. Entscheidungen im Turnier berücksichtigen oft dieses Risiko.

BeispielSpieler foldet marginale Hand, um sein Tournament Life zu schützen.

AuchTurnierleben

Turn

Die vierte Gemeinschaftskarte im Hold’em oder Omaha.

Nach dem Turn folgt die dritte Setzrunde. Der Turn verändert oft die Stärke von Händen drastisch.

BeispielBoard bringt am Turn eine vierte Herzkarte → Flush möglich.

AuchVierte Straße

U

Under the Gun (UTG)

Position direkt links vom Big Blind, erste Aktion Preflop.

UTG ist eine frühe Position, die starke Hände erfordert. Schwache Hände aus UTG sind riskant.

BeispielSpieler raist UTG mit AK.

AuchErste Position

Upswing

Eine längere Gewinnphase.

Gegenteil von Downswing. Spieler laufen gut, treffen viele Hände und gewinnen überdurchschnittlich viel.

BeispielSpieler gewinnt fünf Turniere in einer Woche.

AuchGewinnserie, Glückssträhne

V

Value Bet

Einsatz, um von schlechteren Händen bezahlt zu werden.

Value Bets zielen darauf, Chips von schwächeren Händen zu bekommen. Optimale Höhe ist entscheidend.

BeispielSpieler setzt mit Top Pair, wird von schlechterem Paar gecallt.

AuchGewinn-Einsatz

Variance

Statistische Schwankung im Poker.

Variance sorgt für kurzfristige Gewinn- und Verlustserien, selbst bei perfektem Spiel. Langfristig gleicht sich Varianz aus.

BeispielSpieler verliert trotz Favoritenhand mehrere All-ins nacheinander.

AuchVarianz, Schwankung

W

Wheel

Die niedrigste Straight (A-2-3-4-5).

Wheel ist besonders in Hi/Lo-Spielen wichtig. Ass zählt hier als niedrigste Karte.

BeispielSpieler hält A-2, Board 3-4-5 → Wheel Straight.

AuchKleine Straße

Weak Player

Ein unerfahrener oder fehleranfälliger Spieler.

Weak Player machen viele strategische Fehler und verlieren langfristig Geld. Zielgruppe für starke Spieler.

BeispielSpieler callt zu viele Hände ohne Plan.

AuchSchwacher Spieler, Anfänger

Z

Zoom Poker

Online-Pokerformat, bei dem Spieler nach einem Fold sofort an einen neuen Tisch gesetzt werden.

Zoom sorgt für hohe Spielgeschwindigkeit und Action. Strategien unterscheiden sich vom normalen Cash Game.

BeispielSpieler foldet 7-2 und sitzt direkt an einem neuen Tisch mit neuer Hand.

AuchFast Fold, Rush Poker